Studienreise Tag 7: Jetzt aber: Fresh Expressions.

[singlepic=228,320,240,web20,left]Donnerstag, 10 Uhr in Sheffield-Pitsmoor. Christ Church. Gottesdienst. Jeden Donnerstag wird hier in der Gemeinde ein recht liturgischer Abendmahlsgottesdienst gefeiert. Einmal mehr wurden wir ganz herzlich empfangen, durften uns sogar ein Lied wünschen („In Christ alone“) . was dann auch das einzige Lied in diesem Gottesdienst blieb. War aber dennoch schön.

Im Anschluss daran gab uns der Pastor einen Einblick in die Arbeit von „Christ Church Pitsmoor“.

Der Gemeindebezirk ist der zweitärmste Bezirk Sheffields. Der Stadtteil ist multikulturell geprägt und es leben sehr viele sozial schwache Menschen in diesem Bezirk. Spannend waren daher die „befriending schemes“ der Gemeinde. Dies sind Arbeitsbereiche, in denen die Mitarbeiter der Gemeinde erst einmal Freundschaften knüpfen sollen mit Nichtchristen - egal, was die machen, woher sie kommen und woran sie glauben. So gibt es beispielsweise einen Arbeitszweig innerhalb dieser „befriending schemes“, der sich auf Prostituierte konzentriert und ihnen Hilfe anbieten möchte. Um auch an sozial schwache oder schwer kranke Menschen zu kommen, arbeitet die Gemeinde sehr eng mit den Ärzten und Pflegediensten im Stadtteil zusammen um zu wissen, wer denn hilfebedürftig ist. 

Auch das Gottesdienstleben ist „fresh expressioned“: Der klassisch liturgische Gottesdienst findet jeden Sonntag statt - um 9:30 Uhr. Aber es gibt einen weiteren Gottesdienst, der sonntags um 11 Uhr stattfindet - und in diesem Gottesdienst sollen unterschiedliche musikalische Stilrichtungen ihren Ort finden, aber auch unterschiedliche Arten des Gebets und der liturgischen Gestaltung. Interessant, wie der Pastor es schaffte, diesen weiteren Gottesdienst zu „installieren“. Er erzählte, dass er den Skeptikern unter den Traditionellen versprach, dass der klassisch-liturgische Gottesdienst in keiner Weise davon beeinträchtigt wird - und schon klappt‘s. So einfach ist es manchmal.

[singlepic=229,320,240,web20,right]Weiterhin bezeichnete der Pastor seine Gemeinde als eine „Mixed economy church“, das heißt: es geht nicht darum, das eine durch das andere zu ersetzen, sondern sich gegenseitig zu bereichern durch unterschiedliche Arten des Gottesdienstes beispielsweise. Die „Traditionellen“ haben nur dann „Probleme“ mit neuen Formen der Gemeindearbeit, wenn ihnen liebgewordene Elemente/Bereiche der Gemeinde genommen werden - und das kann ich sehr gut verstehen.

Als Grundlage der Gemeindearbeit stehen hier zwei „Säulen“: Beziehung und Mission. Es ist bewundernswert, wir hier der Zusammenhang zwischen Freundschaften und Mission, zwischen Beziehungen und Jüngerschaft gelebt wird.

Weitere Infos unter www.christchurchpitsmoor.com.

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