Steht auf, wenn ihr Christen seid!

[singlepic=155,320,240,web20,right]Unter dieser Überschrift hat Pfarrer Ulrich Parzany in der aktuellen Ausgabe von “idea spektrum” (7/2008) einen Kommentar geschrieben, der sich mit dem vielseits zitierten Anliegen einiger GRÜNEN-Politiker befasst, christliche Meinungsäußerungen zu diffamieren.

Dankenswerterweise bleibt Parzany nicht am punktuellen Ereignis rund um das Christival stehen, sondern hebt das Ganze gewissermaßen auf eine Metaebene, die schon längst überfällig war, die Tragweite der momentanen Geschehnisse aber sehr deutlich macht:

“Niemand sollte glauben, dass sich diese Intoleranz nur auf das Gebiet der Homosexualität beschränken wird. Mit der gleichen Logik lässt sich die christliche Verkündigung, dass der Mensch in seiner Gottlosigkeit unter dem Gericht Gottes steht und nur durch Christus gerettet werden kann, als Diskriminierung des selbstbestimmten Menschen, der nicht an Gott glauben will, beurteilen. Schon das Bekenntnis der Christen zu Gott, dem Schöpfer der Welt, kann so gesehen werden. Soll damit etwa unterstellt werden, dass Gott der Schöpfer aller Menschen ist und nicht nur derer, die an ihn glauben?”

Sehr präzise beschreibt Parzany, wo die Ursache für die anti-christlichen Tendenzen einiger Politiker und Medien liegt und damit verbunden aber auch der Knackpunkt des gesellschaftlichen Denkens, hinsichtlich Glaubensüberzeugungen und Glaubensaussagen:

“Die Tonart in der angeblich so toleranten postmodernen Gesellschaft ist wird rauher. Toleranz gilt offensichtlich nur für die, die das Grunddogma “Alles ist gleich gültig, nichts ist verbindlich wahr für alle” glauben. Wer dem nicht wenigstens stillschweigend zustimmt, ist Fundamentalist und muss als Bedrohung für die Freiheit bekämpft werden.”

Lange habe ich überlegt, inwiefern ich mich zu diesem ganzen Thema auf meinem Blog äußere und ob es sich überhaupt lohnt, diese Diskussion noch weiter zu führen. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es aus meiner christlichen Überzeugung gar nicht anders kann, als “aufzustehen” und meine Meinung dazu zu sagen. Parzany selbst ruft dazu auf, “aufzustehen”. Aber wie soll das konkret aussehen? Für mich sind vier Punkte maßgeblich:

  1. Beten. Wir können so viel jammern, schreien und klagen wie wir wollen - es bringt nichts, wenn wir nicht Gott selbst um Weisheit und Kraft bitten. “Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht! Laß fahren, was dein Herze betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll; Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl.” So dichtete Paul Gerhardt in einem seiner bekanntesten Lieder “Befiehl du deine Wege”. Den Schmerz und die Sorge in dieser Sache will ich Gott sagen.
  2. Lieben. Es bringt doch gar nichts, in die gleiche Kerbe zu hauen, wie es Volker Beck und Konsorten machen: Mit Vorurteilen behaftet die Christen in einen Sack stecken und draufhauen. Nein. Vielmehr gilt es in Wort und Tat Christus zu bezeugen, der den Menschen in Liebe begegnete. Das will ich auch.
  3. Bezeugen. Nicht urteilen, nicht schreien, nicht jammern - sondern Christus als das Heil dieser Welt bezeugen und werbend von ihm reden.
  4. Vertrauen. Nicht ich, sondern Gott sitzt im Regiment. Nicht ich, sondern Gott wird die Dinge so führen und lenken, dass sie einen guten, einen gottgewollten Weg gehen. Darauf will ich vertrauen.

In diesem Sinne kann ich Parzany nur zustimmen: “Steht auf, wenn ihr Christen seid!

2 Responses to “ Steht auf, wenn ihr Christen seid! ”

  1. Guter Beitrag & tolle Schlussfolgerungen!

  2. amen dazu. gut gebrüllt, löwe.

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