Schätze des Himmels.

Date 18. 4. 2007 | von: David Brunner

Ich habe vor wenigen Tagen das Album »Sieben« von Karsten Schneider hier schon einmal erwähnt und muss wieder Bezug darauf nehmen. Ein Lied beschäftigt mich nämlich sehr in letzter Zeit. Es heißt »Schätze des Himmels«.

Darin heißt es:

Das alles wird vergehen, verliert jeglichen Glanz.
Nichts kann ich dort hinnehmen, ins unendliche Land.
Doch all das Gute, was ich tu, im Großen oder im Klein’
ist wie ein unvergänglicher Edelstein.
Schätze des Himmels. Schätze des Himmels.
Schätze des Himmel sammel ich.

Mir wurde wieder neu bewusst: ich bin mit nichts auf diese Erde gekommen und werde mit nichts diese Erde verlassen. Das Einzige, was sich verändert hat und was Bestand haben wird nach meinem Tod ist der Glaube an Jesus Christus. Wir können schaffen, machen und tun, was wir wollen: das alles wird vergehen und verliert jeglichen Glanz. Keine noch so tolle Predigt von mir, keine noch so tolle Gemeindearbeit, keine noch so tolle Jungschar, die ich aufgebaut habe wird ewig bestehen. Es wird vergehen. Nichts kann ich mitnehmen in das unendliche Land - eine wie ich finde wunderschöne Metapher für das ewige Leben bei Gott: das unendliche Land.

»Also was soll dann der ganze Stress?« mag man sich fragen. Tja. Was soll der Stress? Ganz einfach: Nichts von dem, was ich tue hat ewigen Bestand. Aber alles, was ich tue, hinterlässt Spuren. Doch all das Gute, was ich tu, im Großen oder im Klein’ ist wie ein unvergänglicher Edelstein. Eine weitere wunderschöne Metapher. Ein Edelstein. Glänzend, hell, zart und bunt. Bestaunenswert und wertvoll. So sind auch all die »guten Dinge«, die ich tue. Also doch Aktivismus? Werkgerechtigkeit? Nein. Bei weitem nicht. Es sind die »guten Werke«, die Gott schon vorbereitet hat, in denen wir wandeln: »Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.« (Epheser 2,10)
Von Aktivismus ist dort weit und breit keine Rede, sondern von den Werken, die Gott für uns bereitet hat. Diese zu tun - das ist unsere Aufgabe. Wie? Durch den Heiligen Geist. Er selbst ist es, der uns in die Wahrheit leitet und uns Zeugnis gibt.
Und so - und NUR so - sammeln wir uns Schätze im Himmel: indem wir die Werke tun, die Gott schon für uns ausersehen hat.

Also? Nicht das, WAS ich tue, wird ewig bestehen, sondern einzig und allein der, der mich überhaupt erst befähigt und beauftragt, etwas zu tun, wovon Spuren wie Edelsteine in die Ewigkeit hineinleuchten und -funkeln: Jesus Christus. Das entspannt ungemein, ist aber auch eine große Herausforderung, nicht eitel an »meinen Dingen« festzuhalten, sondern immer wieder nach den »guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat« zu fragen. Das ist nicht leicht - das merke ich immer wieder. Aber ich glaube und bin der festen Überzeugung, dass der Heilige Geist auch heute noch zu uns spricht, uns die »Geheimnisse Gottes« offenbart und uns treu den Weg weist.

So baut und erneuert Gott selbst sein Reich und seine Kirche.

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

Einen Kommentar schreiben

:grin1_ee: :lol_ee: :cheese1_ee: :smile1_ee: :wink_ee: :smirk1_ee: :rolleyes_ee: :confused_ee: :surprise_ee: :bigsurprise_ee: :tongue_laugh_ee: :tongue_rolleye_ee: :tongue_wink_ee: :rasberry_ee: :blank_ee: :longface_ee: :ohh_ee: :grrr_ee: :gulp_ee: :ohoh_ee: :downer_ee: :embarrassed_ee: :sick_ee: :shuteye_ee: :hmm1_ee: :mad1_ee: :angry_ee: :zip_ee: :kiss_ee: :shock_ee: :smile2_ee: :smirk2_ee: :grin2_ee: :hmm2_ee: :mad2_ee: :cheese2_ee: :vampire_ee: :snake_ee: :exclaim_ee: :question_ee: