Kirche mit Zukunft!?
Am 25.-27. Januar findet der sogenannte »Zukunftskongress« der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) in Wittenberg statt. Motto: »Kirche der Freiheit im 21. Jahrhundert«. Hierzu gibt es ein Impulspapier der EKD mit dem Titel »Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert«. Überrascht war ich in zweierlei Hinsicht:
Zum einen sehr positiv, da wie ich finde einige sehr markante Punkte angesprochen werden: Die Kirche solle ihren Blick für »Mission« schärfen, man benötige einen Mentalitätswechsel und man dürfe nicht an starren Formen festhalten, sondern muss flexibel auch neuen Dingen eine Chance geben.
Negativ überrascht (wobei »überrascht« wohl nicht so ganz zutrifft) war ich, als ich die Situationsanalyse las und die entscheidenen Ursachen für die oben genannten Veränderungsprozesse genannt wurden: vom demographischen Wandel ist da die Rede, ebenso wie von der Globalisierung. Wenn ich das nur lese, muss ich schon gähnen. Als ob das neu wäre?! Keinerlei Rede (wohlgemerkt als Ursache) war von der »geistlichen Dürre«, die doch vielerorts in der EKD herrscht. Schade. Denn dies ist meines Erachtens eine ganz entscheidende Ursache dafür, dass die Kirche ein schwaches Profil hat.
Dabei ist es doch so wünschenswert, dass Menschen wieder regelrecht in die Kirchen strömen, weil sie dort finden, was sie brauchen: Jesus.
Aber gut. Seien wir gespannt, welche Impulse dieses Papier mit sich bringt und auch wieder Zukunftskongress sein wird. Ich bin guter Zuversicht, dass sich in der Kirche noch vieles zum Guten und Besseren bewegen lässt. Der Grund? Ganz einfach: Nach wie vor ist und bleibt der Herr der Kirche nicht ein Mensch, nicht ein Gremium und nicht ein Rat, sondern Jesus Christus selbst. (1 Kor 12)
Den Text des Impulspapieres und weitere Informationen zu dem Thema gibt es unter www.ekd.de/ekd_kirchen/zukunftskongress.html.
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