Gott besucht sein Volk.

»Furcht ergriff sie alle, und sie priesen Gott und sprachen:
Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden,
und: Gott hat sein Volk besucht.« (Lukas 7,16)

So die Losung von heute. Staunen, Entsetzen, das Wahrnehmen der Größe Jesu.
Gleichzeitiges Erkennen der eigenen Niedrigkeit. Ehrfurcht kommt über die Menschen. Jesus - der große Prophet. Ist er nicht der Heiland? JA! Und der Erlöser? JA! Aber: Jesus ist auch Prophet. Der größte aller Zeiten. Er war und ist der, der nah am Herzen des Vaters war. Der eins war mit ihm. Der seinen Willen kannte, verkündigte und in Taten praktizierte.

Und in diesem Jesus hat Gott sein Volk besucht.

Wir befinden uns in der Adventszeit. Wir bereiten uns darauf vor, dass Jesus Mensch wurde, dass er die göttliche Herrlichkeit verlassen hat (Philipper 2) und in die tiefste Tiefe menschlichen Lebens kam.
Aber bereiten wir uns wirklich vor? Oder ist uns das inzwischen voll egal geworden? Ist es nicht wichtiger, das Leben in vollen Zügen auszuleben? Mit Freunden, Bekannten, dem Partner die Tage verbringen, die Zeit verbringen und im Beruf, Studium, Ausbildung vorankommen. Wie bitteschön können wir uns da noch vorbereiten auf die Ankunft Jesu, so dass auch wir
von »Furcht ergriffen« werden und Gott loben und preisen?

Ich finde es erschreckend und entdecke es leider leider auch immer wieder bei mir, dass diese Vorbereitung und das bewusste Wahrnehmen dessen, was wir in der Adventszeit erwarten, oftmals unbeachtet bleibt. Dabei feiern wir, dass der Retter dieser Welt, der Sohn Gottes, der Heilige und größte Prophet aller Zeiten Mensch wurde mit der einen Mission: Menschen retten.

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