Gelesen: Die Jerusalemverschwörung (Alton Gansky)
[singlepic=198,320,240,web20,left]Jerusalem kurz nach der Kreuzigung Jesu. Via Zeitreise wird der Kriminalinspektor Maxwell Odom ins 1. Jahrhundert nach Christus versetzt. Sein Tatort sind nun nicht mehr us-amerikanische Städte, sondern der wohl bedeutendste Hinrichtungsort der Geschichte: Golgatha. Mit seinem einheimischen Begleiter Joshua hetzt Odom von Ort zu Ort um Zeitzeugen rund um das Geschehen der Kreuzigung und Auferstehung des Gottessohnes anzuhören: Maria, Johannes, Nikodemus, der Hohepriester Kaiphas und sogar Pontious Pilatus persönlich.
Als bekennender Agnostiker macht sich Odom auf die Suche nach Spuren, die Aufschluss geben über das Geschehen rund um den Tod Jesu. Mehr und mehr erkennt er, dass es um mehr geht, als um historische Fakten: es geht um ihn, seinen Zynismus, seine Weltanschauung, seine Zweifel und seine Vergangenheit.
Was sich recht spannend anhört entpuppt sich als ein etwas langatmiger Roman. Das, was die Romanfigur Odom selbst gerne wäre, ist man als Leser, der ein wenig Bescheid weiß um die Ostererzählung, manchmal von alleine: immer einen Schritt voraus. An vielen Stellen ist der Roman doch recht vorhersehbar, dass ich mich beim Lesen des Öfteren geärgert habe. Durch gut 200 Seiten muss man sich ein wenig hindurchkämpfen beim Lesen, um dann doch noch gefesselt zu werden. Aber…dann richtig. Das letzte Drittel ist richtig klasse. Nicht, dass die ersten beiden Drittel schlecht wären. Beim besten Willen nicht. Es macht dennoch Freude, diese zu lesen - aber der Schluss ist richtig gut.
Fazit:
Erst gegen Ende nimmt die Erzählung und das Geschehen so richtig Fahrt auf. Durchhaltevermögen zahlt sich hier also aus.
Verlag: Hänssler, Paperback , 336 Seiten, Februar 2008
ISBN: 978-3-7751-4819-1
Preis: 14,95 Euro
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