Gelesen: Dark City (Damaris Kofmehl & Demetri Betts)
30. 6. 2008 | von: David Brunner
“Dark City. Eine Welt, die so anders ist und doch so vieles gemeinsam hat mit der unseren, vielleicht sogar mit deiner eigenen Welt. Bestimmt ist dein Leben manchmal genauso düster wie das Leben in Dark City. Aber es gibt Hoffnung, so wie es für die Menschen in Dark City Hoffnung gibt. Und wer weiß, vielleicht steckt auch in dir ein Ephrion, ein Miro, eine Aliyah oder eine Katara. Vielleicht hast auch du einen Auftrag zu erfüllen, um einen Unterschied zu machen in dieser Welt, um das Salz und das Licht zu sein, von dem uns die Bibel erzählt.”
So schreibt Damaris Kofmehl im Nachwort zum Buch “Dark City”, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Demetri Betts geschrieben hat. Und in der Tat: das Buch fordert heraus zum Nachdenken über das eigene Leben, die eigenen Fähigkeiten, die eigenen Möglichkeiten - und die Frage, was man so daraus macht. “Dark City” ist mehr als ein Roman…
Dark City ist eine Stadt auf der Insel Shairia. Seit über 30 Jahren beherrscht die Stadt ein dichter, grauer, ekliger Nebel, der den Einwohnern von Dark City das Tageslicht raubt. Depressionen und Hoffnungslosigkeit machen sich breit. Woher der Nebel kommt? Daran scheiden sich die Geister. Im wahrsten Sinne. Die einen sagen, es war eine Naturkatastrophe, die anderen machen Hexen dafür verantwortlich, die Dark City mit einem Fluch belegt haben. Doch was ist wahr? Vier Teenager geraten mitten hinein in eine Geschichte, die verworren und verstrickt ist, um die sich Sagen und Prophetien ranken und so stolpern die Teenager von einem Abenteuer ins nächste und können sich nur weiterhelfen, weil jeder der vier eine ganz besondere Gabe hat.
Doch ihr bisheriges Denken über Dark City, die Hexen und eine sagenumwobene Prophezeiung wird auf den Kopf gestellt. Hat sich ihr bisheriges Leben nur in Lügen abgespielt, in Illusionen? Ist die Wahrheit doch eine ganz andere? Die vier sind auserwählt, dies herauszufinden und Dark City das zurückzubringen, was manche Menschen noch nie in ihrem tristen Dasein inmitten des Nebels gesehen haben: Tageslicht.
Dies Buch fesselt und fasziniert. Der Grund ist die malerische Sprache von Damaris Kofmehl und Demetri Betts. Selten habe ich ein Buch gelesen, das vor meinem inneren Auge sofort Bilder und Filme entstehen ließ, die mich nicht mehr losließen und das Lesen des Buches fast schon zur Sucht wurde. Ich war versunken in das Buch, in die Geschichte, in die Charaktere und schon waren die knapp 350 Seiten gelesen. Faszinierend.
“Dark City” spielt in einer Zeit, die Mittelalter und Moderne auf ihre ganz spezielle Weise mixt. Ob ich zur Zielgruppe gehöre, weiß ich nicht. Wohl eher für Teenager und Jugendliche ist dieses Buch gedacht - aber auch (junge) Erwachsene werden ihre Freude daran haben.
Verlag: Brunnen Verlag, 352 Seiten, gebunden, Februar 2008
ISBN: 3-7655-1980-4
Preis: 14,95 Euro
Weitere Informationen zum Buch gibt es unter www.darkcity-buch.com.
Diese Rezension ist auch auf SOUND7.DE erschienen.
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