Christival wieder in der Kritik.

Date 1. 2. 2008 | von: David Brunner

Vom 30. April bis 4. Mai findet dieses Jahr in Bremen das Christival statt. Ein Festival für junge Menschen unter dem Motto “Jesus bewegt”. Wer sich noch nicht angemeldet hat, aber noch gerne mit will: Meld Dich an! Noch ist es nicht zu spät.

Leider ist das Christival in den vergangenen Wochen mehr oder minder ungewollt in die Medien geraten. Der Grund: Der grüne Politiker Volker Beck hat gegen ein Seminar “geklagt”, in dem es um Homosexualität geht. Genauer gesagt: in dem Seminar soll den Menschen, die homosexuell empfinden und damit nicht klarkommen, ein “Ausweg” aus ihrer Situation angeboten werden bzw. Hilfestellungen angeboten werden. Volker Beck nannte das Ganze ein “minderheitenfeindliches Angebot” und das Seminar wird nach langem Hin-und-Her nun doch nicht stattfinden. Man kann das finden, wie man will. Eines will ich aber sagen: Es gibt homosexuell empfindende Menschen, die sich von ihrer Neigung distanzieren bzw. diese ablegen wollen. Damit sind sie eine Minderheit. Quasi eine “Minderheit der Minderheit”. Wenn nun diesen Menschen, dieser Minderheit der Minderheit, ein Seminar verweigert wird, das ihnen Hilfestellung bietet, so ist das doch erst recht minderheitenfeindlich. Aber soweit scheint Herr Beck nicht denken zu können. Da muss ich an eine Begegnung mit einem emeritierten Professor der Medizin denken, der Mitglied in verschiedenen Kommissionen des Bundestags war. Als wir miteinander im Gespräch waren meinte er im November letzten Jahres zu mir: “Sie glauben gar nicht, wie dumm manche dieser Politiker im Bundestag sind.” Keine Ahnung, wieso mir das jetzt gerade einfällt….

Doch nach dieser warmen bis hitzigen Diskussion scheint es nun weiter zu gehen und die nächsten Schreihälse stehen vor der Tür: Eben las ich im Medienmagazin PRO folgende Meldung:

Erneut gibt es Kritik an einem Seminar des christlichen Jugendkongresses “Christival”, der zwischen dem 30. April und dem 4. Mai in Bremen stattfindet. Die Gesellschaft für Sexual- und Familienplanung “Pro Familia” kritisierte ein Seminar zum Thema Abtreibung, das von einem Referenten des Vereins “Die Birke” abgehalten wird. Diese Initiative setzt sich für den Schutz des ungeborenen Lebens ein.

Wie die Berliner “Tageszeitung” (taz) am Mittwoch meldete, warnte “Pro Familia” vor dem Seminar mit dem Titel “Sex ist Gottes Idee - Abtreibung auch?”, weil dort vermittelt werde, dass eine Abtreibung schlimmer sei als das Leid der schwangeren Frau.

Würde mich ja mal interessieren, woher die netten Menschen von “Pro Familia” das wissen. Quellen konnten sie jedenfalls nicht nennen. Seriös kann ich so etwas nicht nennen.

Meine Güte, so langsam reichts doch echt. Da wird Christen, die sich an Schrift und Bekenntnisse halten (worauf übrigens jeder Pfarrer ordiniert wird) vorgeworfen, sie seien Fundamentalisten. Dabei tun sie nichts anderes, als sich an das zu halten, was den Glauben der Christenheit seit jeher konstituiert und gegen Irrlehren und die Geister der Zeit schützt. Hat jemand vom Christival etwa “Pro Familia” reingeredet, dass sie eine typisch zeitgeistliche liberalisierte Haltung in Sachen Abreibung haben? Nein. Statt dessen schlagen ein Mitglied des Bundestages und eine bundesweit anerkannte Einrichtung aggressive, ja fast schon hasserfüllte Töne an und bezichtigen Christen des Fundamentalismus. So langsam wird’s doch echt mal Zeit, aufzuwachen und zu sehen, was hier abgeht.

Wie gut, dass das Christival hier eine klar Linie fährt, denn so heißt es:

“Beim Thema Homosexualität hat die Kritik dazu geführt, dass die Dozenten das Seminar abgesagt haben. Wir von Christival haben das akzeptiert. Wenn ‘Pro Familia’ nun aber eine Kampagne gegen ein weiteres Seminar fährt, wird das nicht dazu führen, dass das Seminar über Abtreibung abgesagt wird.”

Gut zu wissen.

Ach. Und jetzt habe ich auf idea.de gelesen, dass Herr Beck und seine Freunde nun nachgelegt haben und einen Brief an die Kuratoriumsmitglieder gerichtet haben…man man. Wie ein kleines Kind, das schreit, weil es nicht bekommt, was es gerne hätte.

In eine Diskussion mit Herrn Beck zu treten wird wohl eher zu den Unterfangen gehören, die mit wenig Sinn erfüllt sein werden, da er schon längst bewiesen hat, wie unsachlich er argumentiert. Dennoch bleibt eins: die Fürbitte. Für das Christival. Für die Verantwortlichen. Für die Politiker - sowohl die Schirmherrin des Christivals, Familienministerin von der Leyen, als auch Volker Beck.

4 Kommentare »

  1. Kommentar von Renate am 1. Februar 2008

    Hallo Dave,
    das ist ja wohl echt krass und kaum zu glauben. Aber es ist so und ich denke, hier sieht man, was in unserer Zeit los ist und wie gedacht + gehandelt wird!
    Da kann man nur beten, beten, beten… und das will ich tun!
    Liebe Grüße
    Renate

  2. Pingback von Daniel en blog » Blog Archive » Tolerantes Deutschland... am 14. Februar 2008

    […] Dave hat zu dem Thema geschrieben. Seinen Beitrag findet ihr hier. Hier könnt ihr lesen, was Achti so […]

  3. Kommentar von Die BIRKE e. V. am 14. März 2008

    Vielen Dank, dass Sie die BIRKE e. V. in dem Blog-Beitrag erwähnen! Aufgrund der Attacke haben wir selbst einen Blog eingerichtet: Auf http://www.birke-blog.de schildern wir unsere Sicht der Dinge!

  4. Kommentar von Joachim Kretschmann am 3. Mai 2008

    Mein Leserbrief an div. Medien und an die Partei der Grünen:

    Fieber in der Seele

    Wer würde einen Arzt verklagen, der Windpocken behandelt, obwohl es als normal gilt, rote Punkte im Gesicht zu haben. Homosexualität als bloße Andersartigkeit zu bezeichnen, ist nur ein Ausweichmanöver vorbei an der eigentlichen Verantwortung und der tatsächlich möglichen Heilung. Und selbst wenn manche dagegen Sturm laufen: Homosexualität ist nichts anderes als eine tief sitzende Art von Fieber in der Seele, auf das sich dann Mächte setzen, die schließlich das Leben bis ins letzte steuern - Das nennt man Fremdbesatzung! Natürlich darf jeder gerne in Handschellen herumlaufen, solange er Gleichgesinnte findet und Befürworter aus der antichristlichen Ecke der Pseudoaufklärer, doch Freiheit sieht anders aus. Ehemalige, die heute ein glückliches Eheleben als Mann und Frau genießen, gibt es dank mutiger Christen in zunehmender Zahl, und es ist an der Zeit, auch diesen Personenkreis einmal zu Wort kommen zu lassen. Und Hut ab vor den Gläubigen, die sich nicht davon abhalten lassen, trotz ´rechtlich freiheitlichem` Gegenwind Hilfesuchende seelsorgerlich und mit freisetzendem Gebet zu begleiten!

    Joachim Kretschmann
    VS-Schwenningen

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