Mein Zeugnis.
G8-Gipfel, Kirchentag, kirchliche Publikationen, Zeitungsberichte. Immer wieder stößt man darauf: »Kirche in der Öffentlichkeit«. Und immer wieder frage ich mich: Was ist unser Auftrag? Was sollen wir ausstrahlen? Worüber sollen wir reden?
Ich habe den Eindruck, dass es vielen Kirchenoberen leichter fällt, sich zu tagespolitischem Geschehen sozialkritisch und gesellschaftspolitisch zu äußern, als den Glauben an Jesus Christus, die Wohltaten Gottes an uns Menschen und das Eingreifen Gottes in unsere Welt - auch heute noch - zu bezeugen. Dabei meine ich das nicht einmal wertend oder polemisch. Es fällt mir einfach so auf, wenn man die unterschiedlichen Medien und Äußerungen seitens der Kirche betrachtet.
Mich macht das wirklich nachdenklich. Denn: wenn ich einmal vor Jesus stehe und mein Leben Revue passieren lasse: habe ich dann liebend und werbend von ihm erzählt? Habe ich Menschen, die Jesus so sehr brauchten, von seiner Vergebung und seinem Opfer am Kreuz erzählt? Habe ich den Menschen es lieb gemacht, in Gottes Wort Weisung und Rat für ihr Leben zu bekommen? Oder habe ich mich darauf beschränkt, gesellschaftskritisch, sozialkritisch mich zu äußern, in Gesprächen oder auch hier in meinem Blog?
Immer wieder sollten wir uns diese Fragen stellen (lassen):
Wie bezeuge ich meinen Glauben?
Welche Werte und Inhalte gebe ich weiter?
Lade ich Menschen zu einer innigen Beziehung mit Jesus ein, in der sie Vergebung ihrer Schuld erfahren?
Wie gesagt: ich möchte nicht auf andere mit dem Finger zeigen, sondern mir (und dir?) den Spiegel vorhalten. Denn manchmal ist es eben viel einfacher sich über ein politisches Blabla und das Wetter zu unterhalten, als über Dinge, die das Leben veändern.
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